Die Welt der Computerspiele ist vielfältig und artenreich. Ob Strategie, Ego-Shooter, Rollenspiel oder Fahrsimulation, die Spieler finden in wirklich jedem Genre ein großzügiges Angebot vor. Und der Markt wächst unaufhaltsam weiter! Die Entwickler bemühen sich einerseits um komplexere und anspruchsvollere Szenarien, um „Hardcore“-Gamer zufrieden zustellen, und arbeiten andererseits am Vorstoß auf dem Gebiet der Casual Games, um eine größere Maße an Spielern reichen zu können. Hauptsächlich liegt das Augenmerk jedoch auf Free-to-Play Spielen. Dies ist zumindest die Bilanz der Gamescom 2012.

Sind Free2Play Spiele die Zukunft?

Auf der Spielemesse 2012 in Köln, zeichnete sich ein deutlicher Trend zu „Free-Online-Games“ ab. Dies liegt vor allem an dem überwältigenden Angebot bestimmter Genres wie Rollenspielen. Unter sog. MMOs (Massively Multiplayer Online) und MMORPGs (Massively Multiplayer Online Roleplaying Game) befinden sich Spitzenreiter wie World of Warcraft, die den Neueinstieg für Konkurrenz-Entwickler erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen. So musste sich auch das südkoreanische Unternehmen NCsoft geschlagen geben und das ehemals kostenpflichtige und sehr vielversprechende Spiel „Aion“ zum Free-to-Play Game erklären. Seit Frühjahr 2012 kann das Spiel nun kostenlos runtergeladen und umgehend gezockt werden.

Finanzierung durch Micropayments

Andere Entwickler wie Barunson Interactive mit dem Side-Scroller MMORPG „Dragonica“ oder Joymax mit der Neuauflage des Steckenpferds „Silkroad“ gehen gleich den Pfad der Free- to-Play Spiele. Umsatz wird dann durch den Verkauf spezieller Items eingefahren. Gerade Joymax fuhr diese Schiene gnadenlos. Spieler, die das Game unter annehmbaren Konditionen begannen, waren im Laufe der Zeit durch katastrophalen Server Traffic und unverhältnismäßigen LVL-Anstieg zum Zahlen gezwungen. Wer dieses Spiel nicht mitmachen wollte, stieg aus. Was letzten Endes zum Niedergang von „Silkroad“ führte. Die neue Fassung „Silkroad-R“ gelobt Besserung!

Neben den MMORPGs existieren natürlich auch andere Genres, die den Sektor der kostenlosen Spiele bereichern. Besonders beliebt ist das durch die Warcraft-III-Mod „Defense of the Ancients“ inspirierte Spiel „League of Legends“ aus dem Bereich MOBA (Multiplayer Online Battle Arena). Das Spiel zählte im Jahr 2011 ca. 32,5 Millionen registrierte Spieler und überschattete damit das große Vorbild „DOTA“.