Drohnen als Spielzeug für Erwachsene werden immer beliebter. Das liegt auch daran, dass viele Haushalte über ein Tablet-PC verfügen und somit viele die eigene Drohne mit dem Tablet steuern können. Das Erfreuliche: Es gibt sie für jeden Bedarf und Geldbeutel. Vom kleinen Gadget, mit dem man im Büro den Arbeitskollegen überrascht, bis hin zur Profidrohne, die neben militärischen und zivilen Aufgaben wie Vermessung, und Transport vor allem auch fürs Filmen genutzt wird. Hier gibt es ein paar Tipps und Hinweise, was beim Erwerb einer Drohne in Verbindung mit einem Tablet zu beachten ist.

Drohnenflug ist auch für Einsteiger schnell zu erlernen

Drohnen sind recht leicht zu steuern, ganz im Gegensatz zu Helikoptern. Wer schon einmal einen Heli für den Hausgebrauch hatte, wird wissen, dass es einiger Übung bedarf, um das Fluggerät einigermaßen sicher durch die eigenen vier Wände zu steuern. Viel wahrscheinlicher ist es zu Beginn, dass der Helikopter einem die Blumen von der Fensterbank schnetzelt oder er sich selbst an der Schrankwand zerlegt. Von Outdoor ganz zu schweigen, denn beim leisesten Lüftchen verreißt es den Heli.

Drohnen sind dagegen richtig gutmütige Wegbegleiter, die auch ohne ermüdendes Training flott geflogen werden können, so dass sie auch für diejenigen attraktiv sind, die keine oder wenig Erfahrung mit der Steuerung von Fluggeräten haben. Und am einfachsten ist es, wenn die Drohne mit dem Tablet gesteuert wird.

Drohne mit dem Tablet steuern: App installieren und los!

Alles was hierfür nötig ist: Einen Zugang zu den gängigen App-Stores für iOS und Android. Dort können App heruntergeladen werden, sei es auf das Smartphone oder Tablet, die zur Nutzung relevant sind. Aufgrund des größeren Displays empfiehlt sich natürlich die Nutzung eines Tablet-PCs. Das Smartphone ist wohl eher eine Notlösung als Auge der Drohne.

Mittels App und anderen Hilfsmitteln ist der kleine Freund ganz bequem zu steuern, denn zahlreiche Flugmodi greifen dem Hobbypiloten unter die Arme: Das gibt es beispielsweise Selfie-Funktionen, die nur der Einstellung von Höhe und Entfernung zum Objekt bedürfen und schon macht sich die Drohne auf den Weg und schießt das gewünscht Bild aus der bestimmten Position. Auch eine Objektverfolgung lässt sich einstellen, so dass der Quadrocopter treu wie ein kleiner Hund im vorgegebenen Abstand über oder hinter einem herfliegt.

Und auch allein kann man eine Drohne gleich einer Brieftaube losschicken: Einfach auf der Tablet-App die gewünschten Koordinaten eingeben und der Multicopter fliegt die gewünschte Strecke ab und macht an bestimmten Stellen Fotos – oder filmt gleich die ganze Strecke. Fast überflüssig zu erwähnen, dass Bilder und Videos natürlich auch unmittelbar geteilt oder live gestreamt werden können.

Was zu beachten ist bei der Anschaffung einer Drohne

Quadrocopter mit Kamera und Tablet zum Steuern

Bequem: Die Drohne mit dem Tablet steuern © istock/ollo

Wer sich eine Drohne kauft, muss sich bewusst sein, dass er neben dem Abschluss einer Haftpflichtversicherung für den Copter einige rechtliche Hinweise zu beachten hat. Denn nicht alles, was fliegen kann, darf auch fliegen! Ab 250 Gramm ist seit 1. Oktober 2017 ein Drohnen-Kennzeichen mit Name und Adresse des Besitzers bzw. Eigentümers Pflicht.

Ferner ist eine Drohne immer nur auf Sichtweite zu fliegen. Und wer Luftaufnahmen macht, hat zu bedenken, dass das Recht am Bild auch aus der Luft gilt und das Überfliegen von Privatgrundstücken ohne Genehmigung nicht gestattet ist. Alles Wissenswerte dazu ist in der Drohnenverordnung geregelt.

Weitere Hinweise:

  • Preis: Für eine Drohne mit einer Kamera, die vernünftige Bilder und Videos schießt, sollte man schon 250 bis 500 Euro investieren.
  • Flugzeit: Leider bringen es selbst teure Exemplare im Höchstfall auf eine Flugzeit von um die 20 bis 25 Minuten. Es empfiehlt sich also, für genügend Ersatzakkus zu sorgen.
  • Rotoren: Sie sind die Achillesferse der Multicopter. Neben Ersatz-Rotoren sollte mit Rotorschutz Abhilfe geschaffen werden.
  • FPV-Ausrüstung und Gimbal für die Kamera: Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden, egal, ob der Drohnenflug live über Brille, Headset oder Monitor verfolgt werden soll. Gute Übertragungsqualität mit einem großen Sichtfeld minimiert das Risiko von Unfällen.
  • Auswahl des Tablets: Natürlich muss das Tablet leistungsstark genug sein für die Luftaufnahmen. Außerdem ist die Ausstattung mit einer Sonnenblende wichtig, damit es bei zu hellen Lichtverhältnissen überhaupt nutzbar ist.