Man kennt die Coaxial Kabel mit der deutschen Schreibweise Koaxial-Kabel. Bekannt wurden sie vor allem im Computerbereich, wo sie noch bis in die 1990er Jahre für die Ethernet-Netzwerke zuständig waren. Heute, im 21. Jahrhundert, sind hierfür die neuartigen Glasfaserkabel zuständig. Coaxial Kabel leiten unsymmetrische sowie breitbandige Signale weiter. Signale, die bei Radar, Radio oder Messungen entstehen können. Der große Unterschied, zwischen dem Koaxialkabel und den Twinaxialkabel ist, dass letztere symmetrische Signale weiterleiten und dementsprechend anders aufgebaut sind.

Aufbau der Kabel

Bei den Triaxialkabeln gibt es zum Beispiel drei Kupferleitungen, beim Twinaxialkabel sind es zwei Leitungen und beim Koaxialkabel ist es nur eine Leitung. Diese Leitung besteht entweder aus dem guten alten Kupfer oder bei neueren Modellen kann diese Innenleitung aus Stahl sein. Der Aufbau ist bei allen drei Arten wiederum gleich. So befindet sich im Inneren die Seele, die Innenleiter genannt wird. Danach folgt die Isolierung, welche einfach aus Luft bestehen kann. Der Außenleiter umhüllt wieder die Isolierung und zu guter Letzt folgt der Schutzmantel für den Außenleiter. Dieser kompliziert klingende Aufbau findet sich bei allen Arten von Koaxialkabel. Hier unterscheiden sich vor allem wieder die Materialen, die in und um das Kabel zu finden sind.

Netzwerkkabel

Das sind jedenfalls keine Koaxial-Kabel, sondern Netzwerk-Kabel

Die Auswahl an Coaxial Kabel ist deshalb so groß, da sich Materialen zum Beispiel beim Schutzmantel unterscheiden können oder wie bereits schon angesprochen der Innenleiter aus Kupfer oder Stahl bestehen kann. Neben dem Material ist wichtig, wofür das Koaxialkabel verwendet werden soll. So sind Temperaturschwankungen im Minimal- und Maximalbereich wichtig, die das Kabel standhalten muss. Dann wäre da noch der Wellenwiderstand. Die meisten Kabel haben einen Widerstand von 50 Ohm. Hier gibt es Modelle mit 60, 75, 78 oder sogar 93 Ohm. Wer noch mehr Ohm benötigt, kann hingegen nicht zum Koaxialkabel greifen, sondern kann zum Twinaxial-Kabel zurückgreifen. Denn hier finden sich Wellenwiderstände von bis zu 150 Ohm. Was ausschlaggebend für die große Anzahl an verschiedenen Kabeln ist, sind die unterschiedlichen Dämpfungen. Immerhin müssen oder sollten bestimmte Coaxial Kabel verlustfreier arbeiten als andere.

Konfektionierte Koaxialkabel

Etwas komplizierter bei der Auswahl kann es werden, wenn man zu einem konfektionierten Koaxialkabel zurückgreift. Hier gibt es zum Beispiel zwei verschiedene Anschlussarten. Diese können zwar identisch sein, sie kann aber ebenso natürlich unterschiedlich sein. Female und Male sind zum Beispiel gängige Bezeichnungen, die man in diesem Zusammenhang kennen sollte. Nicht zu vergessen die Länge der Kabel. Bis zu 500 m kann ein Koaxialkabel sein, wobei man ebenso viel kürzere erhält. Wichtig ist hier eben, wie bei allen Auswahlverfahren, wofür man die Kabel einsetzten möchte.
Es gibt bei den Coaxial Kabel eine Menge zu beachten und vor allem zum Auswählen. Als Kenner und Profi sollte man darüber Bescheid wissen und auf einen Blick erkennen können, welche Kabel man erwerben muss. Es hilft einem immer der Blick auf die einzelnen Eigenschaften, der trotz aller Routine und Fachsicherheit immer zusätzlich erfolgen sollte.