Sony gegen Microsoft. Mit der verbesserten PS4 Pro und der XBox One S geht dieses Duell in die nächste Runde. Welche Konsole ist besser? Wir haben die PS4 Pro und die XBox One S verglichen.

Kampf der Konsolen: PS4 Pro oder XBox One S

Optisch unterscheiden sich die Konkurrenzkonsolen noch deutlicher als zuvor. Die PS4 Pro bleibt wie die ursprüngliche Variante schwarz, besitzt eine quadratische Grundfläche und die stilprägenden Kanten, die abgeschrägt sind. Die aktuelle Sony-Konsole ist aber größer als ihr Vorgänger. Im Vergleich zur PS4 Slim, die wesentlich schlanker ist, benötigt das Gerät viel Raum. Die XBox One S von Microsoft ist weiß, quaderförmig und rechtwinklig. In den Maßen ist diese Konsole gegenüber der Urversion um 40 Prozent geschrumpft.

Beide Produzenten setzen auf eine von AMD stammende Chip-Architektur. Eine Jaguar CPU mit acht Kernen arbeitet in den Geräten. Die XBox One S ist mit 1,75 Gigahertz getaktet, während die PS4 Pro eine Geschwindigkeit von 2,1 Gigahertz erreicht. Beide Konsolen besitzen ein Laufwerk, das Blu-ray-Discs lesen kann. Die XBox One X verarbeitet aber auch Ultra-HD-Datenträger, was sich beim Genuss von Filmen bemerkbar macht. Sony verzichtete bei der PS4 Pro leider auf eine UHD-Laufwerksfunktion.

Ausstattungsdetails im Überblick: PS4 gegen XBox One S

In beiden Konsolen arbeitet eine AMD Radeon-GPU. Die Grafikeinheit der PS4 Pro ist etwas stärker. Deren Leistung verdoppelte Sony im Vergleich zur ersten Version der vierten PlayStation. Gamer nutzen mit der PS4 Pro zumindest eine theoretische Rechenleistung von 4,2 Teraflops. Die Besitzer der XBox One S müssen sich mit theoretischen 1,4 Teraflops zufriedengeben, auch wenn die GPU der Microsoft-Konsole hochgetaktet ist. Beide Konsolen beherrschen aber das wichtige HDR-Fomat.

PS4 und XBox One S besitzen Gemeinsamkeiten, allerdings unterscheidet sich der Arbeitsspeicher. In der PS4 Pro befinden sich acht Gigabyte GDDR5-RAM, die schneller durch GPU und CPU zu erreichen sind. Außerdem besitzt die PS4 Pro einen weiteren Gigabyte RAM, der für Applikationen und andere Hintergrundprogramme zuständig ist. Zum Vergleich: Die XBox One S arbeitet zwar ebenfalls mit acht Gigabyte RAM, Microsoft setzt aber weiterhin auf den älteren DDR3-Arbeitsspeicher.

Games auf den Konsolen: Spielen auf PS4 Pro und XBox One S

Der weiße XBox Wireless Controller wurde leicht verbessert, das Bedienelemente der Sony Konsole unterscheidet sich nicht vom Vorgänger. Ansonsten begeistern beide Konsolen durch ihre Kompatibilität. Gamern stehen sämtliche Titel der aktuellen Konsolen-Generation zur Verfügung. Die XBox One S punktet durch exklusive Top-Titel, die HDR unterstützen: Forza Horizon 3 oder Gears of Wear sind Games, die auf der Xbox One S wesentlich besser als auf der Ursprungsvariante aussehen.

Auf der Sony-Konsole stehen Titel wie Uncharted 4 oder The Last of Us in einer HDR-Variante zur Verfügung, was sich bei Nutzung von UHD-Fernsehern optisch bemerkbar macht. Kommende Titel sollen in einer HDR-Version erscheinen. Diesen Standard scheint die PS4 Pro etwas besser zu unterstützen. In Sachen Multiplayer gibt es aber keine Unterschiede. Über die XBox One S besteht Zugang zum schnellen XBox Live-Netzwerk, während Sonys Server über die PS4 Pro ebenfalls ausreichend Mitspieler und Tempo bieten.

PS4 oder XBox One S? Fazit zum Überblick

Viele Argumente sprechen für die PS4 Pro. Schließlich bietet das Gerät die bessere Rechenleistung, sodass einige Games per Upscaling in sehr hoher Grafikqualität auf den UHD-TV gelangen. Manch Spiel sieht durch die HDR-Funktion der PS4 Pro grandios aus. Hier setzt sich diese Konsole knapp durch. Aktuell erscheint die PS4 Pro von Sony das bessere Gerät für Gamer.

Filmfreunden bietet die XBox One S den entscheidenden Vorteil des UHD-Laufwerkes. Allerdings kündigt Microsoft mit der XBox One S bereits eine weitere Ausführung an. Mit einer Leistung von sechs Teraflops soll sie der PS4 Pro um 40 Prozent überlegen sein, was Games in echtem 4K ermöglichen wird. Dann geht der Kampf der Konsolenproduzenten in die nächste Runde.