Was ein Tablet ist, wird den meisten wohl vordergründig geläufig sein. Dennoch: Bei den unterschiedlichen Begrifflichkeiten, die mit dem „Tablet“ einhergehen, zum Beispiel Phablet, Convertible, Detachable oder 2-in-1, weiß längst nicht jeder, was genau sich dahinter verbirgt, was welches Gerät kann – und vor allem was nicht. Hier gibt es einen Überblick über die verschiedenen Formate und einige Tipps, was zu bedenken ist bei der Wahl eines Tablets.

Die Definition eines Tablets

Das Wirtschaftslexikon definiert den Begriff „Tablet“ wie folgt:

Ein Tablet ist ein kleiner, dünner, leichter Computer mit einem Touchscreen. Es verfügt über Kameras, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine virtuelle oder mechanische (ergänzbare bzw. abnehmbare, selten auch fest verbaute) Tastatur. Über vorinstallierte Programme und heruntergeladene Apps werden Dienste und Funktionen zur Verfügung gestellt. Vereinfacht könnte man sagen, das Tablet ist ein Smartphone in Groß – ohne die Telefon-Funktionen.

Die Formate in Abgrenzung zum Tablet

Zur Begriffsklärung hier einmal die verschiedenen Geräte:

  • Smartphone: Handy mit Kamera und beliebig erweiterbaren Zusatzfunktionen, die in der Regel über Apps auf das Gerät zu laden und zu steuern sind.
  • Phablet: Der Begriff wurde um 2010 herum „erfunden“, um Smartphones mit sehr großem Display zu charakterisieren. Ist inzwischen kaum noch gebräuchlich, da solche Smartphones keine Seltenheit mehr darstellen.
  • Tablet: Wie oben beschrieben!
  • Convertible: Ein Tablet mit fest verbauter Tastatur, die allerdings um 360 Grad zu drehen ist, so dass man das Gerät wie ein „herkömmliches“ Tablet über den Touchscreen nutzen kann.
  • Detachables: Wie ein Convertible, nur ist die Tastatur hier abnehmbar.
  • 2-in-1: Ein Hybrid aus Notebook und Tablet; auch beim 2-in-1 lässt sich die Tastatur entfernen.
Paar relaxt mit Tablet

Das Tablet ist gern gesehener Begleiter fürs Beisammensein daheim © istock/Nikada

Für wen ist ein Tablet attraktiv?

Wer ein Gerät möchte, um Filme und Videos zu schauen, Spiele zu zocken und im Internet zu surfen, macht mit einem Tablet bestimmt nichts falsch. Auch als Fernsteuerung, zum Beispiel um eine Drohne zu fliegen, macht ein Tablet Sinn – denn im Gegensatz zum Smartphone besteht beim Tablet nicht die Gefahr, dass der Steuervorgang von einem Anruf unterbrochen wird.

Für ein Tablet spricht die intuitive Bedienung mit dem Finger über den Touchscreen (manche Tablets sind alternativ auch mit einem Stift zu bedienen), die jedem User ja vom Smartphone her geläufig ist. Ferner ist das Gerät sofort verfügbar, da ein (gegebenenfalls langes) Hochfahren wie beim Laptop entfällt, und es ist im wahrsten Sinne des Wortes leicht zu händeln. Das ist unterwegs von Vorteil, aber auch daheim beim Konsum von Filmen o.a. ein Tablet in den Händen zu halten oder bequem auf den Knien zu haben ist weitaus gemütlicher als ein schweres Laptop.

Familien-Tablet?

Ein Tablet zum Gebrauch für die ganze Familie ist durchaus üblich. Wenn auch der Nachwuchs sich mit dem Tablet beschäftigt, stellen sich natürlich die Fragen

Demzufolge sollten dann die entsprechenden „Vorkehrungen“ getroffen bzw. die Auswahl des Tablets beeinflusst werden.

Taugt ein Tablet als Ersatz fürs Laptop?

Kaum. Betriebssysteme und Speicherkapazitäten geben bei Tablets im niedrigen und mittleren Preissegment wenig her. Wer plant, mit dem Tablet auch oder sogar vorwiegend zu arbeiten, braucht schon ein Gerät aus der oberen Preisklasse, wie zum Beispiel das Microsoft Surface Pro. Allerdings stellt sich die Frage, ob es dann nicht sinnvoller ist, sich ein Notebook zuzulegen.

Was sonst bei der Wahl des Tablets zu beachten ist

Wenn die Entscheidung pro Tablet gefallen ist, sollte man sich noch Gedanken machen bezüglich folgender Punkte:

  • Betriebssystem Android/ iOS /Windows: Insbesondere dann, wenn man auf seinem Smartphone (viele) kostenpflichtige Apps nutzt, ist es natürlich ratsam, beim Tablet aufs gleiche Betriebssystem zu setzen, um die Apps auch auf dem Tablet nutzen zu können. Sonst muss man sie für das Tablet noch einmal käuflich erwerben (Wer ein iPhone hat, wird wohl eher ein iPad kaufen, wer ein Samsung S7 besitzt, eher ein Galaxy Tab S).
  • Display und Displayauflösung: Wenn es um die Wahl des Tablets geht, geht es wohl den meisten Usern auch um die Größe des Displays. Und hier heißt es, dass mit der Größe des Displays auch der Preis wächst. Ebenso verhält es sich mit der Displayauflösung: Bessere Displayauflösung, mehr Pixel, bessere Bildqualität, höherer Preis. Es empfiehlt sich in jedem Fall, im Laden die Probe aufs Exempel zu machen – wer online bestellt, kauft gegebenenfalls die Katze im Sack.
  • Speicherkapazität: Ein Punkt, den es durchaus zu beachten gilt, denn wer ein Tablet mit wenig Speicherplatz wählt, zahlt zwar zunächst deutlich weniger Geld – allerdings läuft man Gefahr, die eine oder andere App löschen zu müssen, wenn die Anwendungen mit der Zeit immer anspruchsvoller werden und mehr Speicherplatz benötigen. Also lieber gleich etwas mehr investieren, dafür aber auch mehr Speicher zur Verfügung haben.
  • Kamera: Sie ist bei Tablets meist nicht der Rede wert – wer schöne Bilder schießen möchte, sollte dies mit dem Smartphone oder einer „richtigen“ Kamera tun.
  • Schnittstellen: Tablets haben oft nur eine Schnittstelle; für einen USB-Anschluss oder einen Display-Ausgang benötigt es in der Regel ein teureres Gerät.
  • Mobiles Surfen: Wer außerhalb der heimischen W-LAN-Verbindung (oder an Hotspots etc.) ins Internet möchte, sollte ein Tablet mit LTE-Schnittstelle kaufen. Natürlich sind bei diesen Tablets die Anschaffungspreise höher, zudem verursacht die SIM-Karte auch laufende Kosten.